Leichtathletikgemeinschaft Weserbergland
Niedersächsischer Leichtathletik Verband
Kreis Hameln-Pyrmont e. V.
Aktuelles
Samstag, 4. September 2010
 
Marie Holzschuh verpokert sich beim Start
DEISTER- UND WESERZEITUNG (DEWEZET) vom 9. Februar 2010
Leichtathletik (mha). Dumm gelaufen! Die norddeutsche Meisterschaft in Hannover war für Marie Holzschuh schon zu Ende, bevor
sie überhaupt richtig begonnen hatte. Der Grund: Die Jugend-Sprinterin der LG Weserbergland, die mit dem Gewinn einer Medaille
liebäugelte, verpokerte sich. Schon beim Start im 60-Meter-Vorlauf setzte Holzschuh alles auf eine Karte. Das hätte sie lieber nicht
tun sollen. Die junge Sprinterin wurde Opfer der neuen Fehlstartregelung.
Während noch im vergangenen Jahr der erste Fehlstart
nur mit einer Verwarnung geahndet wurde, bedeutet er jetzt die sofortige Disqualifikation. Somit platzte der Traum vom Titel wie
eine Seifenblase. “Der Starter hat relativ lange mit dem Schuss gewartet. Neben Marie hat eine Konkurrentin leicht gezuckt, und
daraufhin hat sich auch Marie bewegt”, klagte Trainer Werner Scharf. “Das war schon dumm. Im Vorlauf kann man warten und auch
einen schlechten Start riskieren.” Besser als Holzschuh machte es ihre Vereinskollegin Lea Marie Lange, die zwar einen der heiß
begehrten Finalplätze ergatterte. Doch glücklich war auch sie mit Rang acht nicht - zumindest nicht mit der Zeit von 7,96 Se-
kunden. Auch wenn es persönliche Bestzeit war, fehlte Lange eine Hundertstelsekunde, um auch die Qualifikation zur DM zu
schaffen. Bitter: Im Vorlauf lief sie 7,97 Sekunden, im Zwischenlauf 7,96 Sekunden und scheiterte somit sogar dreimal hauchdünn.
Dreimal Bronze gab es dennoch für die erfolgsverwöhnten Weserbergländer, die also nicht mit leeren Händen nach Hause fahren
mussten: Im Dreisprung der männlichen Jugend hatte Stefan Hölscher nur Probleme mit dem Wachwerden. Am Abend zuvor war
er bei der Dewezet-Sportgala zum Jugend-Sportler des Jahres gekürt worden und hatte bis tief in die Nacht gefeiert. Dennoch
sprang er nach nur wenigen Stunden Schlaf mit 12,80 Metern im Dreisprung aufs Siegertreppchen. Das gelang bei den Frauen
auch Jessica Witzel. Mit 11,79 Metern lag sie allerdings deutlich hinter den beiden deutschen Topspringerinnen Eva Linnenbaum
aus Neuenhaus (13,22) und Katja Pobanz aus Dessau (13,18).
Ebenso Dritter wurde die viermal 200-Meter-Staffel der Männer mit Sebastian Stöckl, Joachim Peest, Mischa Flaspöhler und
Christopher Scharf in 1:29,65 Minuten. Sie haben zwar die DM-Qualifikation knapp verpasst, sind aber das erste Mal unter der
1:30-Minuten-Marke geblieben. Flaspöhler schaffte in 22,65 Sekunden auch den Sprung ins 200-Meter-Finale der Männer und
wurde dort Achter. Auch Isabell Hartmann sprintete bei den Frauen in 25,85 Sekunden auf 200-Meter-Rang sieben. Hoffnung für die
Zukunft gibt Patrick Conrad: “Er hat vier persönliche Bestleistungen erzielt”, lobte Scharf: Platz fünf mit 6,50 Metern im Weitsprung
war die beste Platzierung. Elfter mit 11,54 Metern im Dreisprung sowie 7,43 Sekunden im 60-Meter-Vorlauf und 23,89 Sekunden
im 200-Meter-Vorlauf waren die weiteren Hausrekorde.
Bei den Frauen wurde Gabriele Doert über die 1500-Meter-Strecke Neunte. Ihre Zeit: 5:16,52 Minuten. Mit 6,17 Metern wurde Julian
Meier Zehnter im Weitsprung der männlichen Jugend. Im 60-Meter-Sprint erreichte Nele Lenhard bei der weiblichen Jugend zwar
den Zwischenlauf. Ihre Zeit (8,42 Sekunden) reichte aber nicht aus, um eins der heiß begehrten Finaltickets zu ergattern.
 
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